Burma - Ein Reisebericht
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Bagan

Die Tempelstadt

Bagan ist neben Angkor sicher die interessanteste Tempelstadt in Südostasien und darf bei einer Burma-Reise natürlich nicht fehlen. Obwohl die meisten der ursprünglich mehreren 1000 Tempel und Pagoden verschwunden sind oder nur noch in Resten vorhanden, finden sich noch immer eindrucksvolle Zeugen der Vergangenheit auf dem Gelände von ca. 20 km². Noch immer hat man ungefähr 5000 Gebäude und Gebäudereste gezählt. In dem Gebiet finden sich auch einige Dörfer, teilweise wurden die Bewohner zwangsumgesiedelt. Einige der wieder aufgebauten Tempel – nicht nur Eroberer und Könige, die Baumaterial benötigten, sondern auch Erdbeben führten zu ausgedehnten Zerstörungen – sind auch weiter als Stätten der Verehrung in Gebrauch. Die Möglichkeit, die Tempel zu besteigen, ist inzwischen aus konservatorischen Gründen stark eingeschränkt, nur noch wenige Tempel dürfen auf den oberen Terrassen betreten werden, um von dort die Aussicht insbesondere zur Zeit des Sonnenuntergangs zu genießen. Dies führt natürlich zu dieser Zeit zu einem teilweise sehr hohen Besucherandrang, aber nicht bei allen.

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In einem Teil der Tempel findet man schöne Fresken, in diesen Tempeln ist in der Regel das Fotografieren jedoch verboten, was vom Aufsichtspersonal meist auch streng kontrolliert wird.

Bagan soll im Jahr 874 entstanden sein, von der ursprünglichen Stadtmauer ist nur noch das Sarabha-Tor erhalten.

Mit König Anawratha  (1044 bis 1077) beginnt im 11. Jahrhundert die überlieferte Geschichte, für 200 Jahre war Bagan Hauptstadt eines großen Reiches, 1287 wurde es von Kublai Khan erobert und geplündert, 1299 beendeten die Shan-Fürsten endgültig das Reich von Bagan.

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Die Shwezigon-Pagode wird als Urform der typischen burmesischen Pagode betrachtet, sie wurde bereits von König Anawratha  begonnen. Im Sockel des mächtigen Baus sieht man glsierte Tafeln aus Terrakotta mit Darstellungen des Jataka, die meisten allerdings in schlechtem Zustand. Die Pagode ist inzwischen komplett vom Sockel bis zur Spitze vergoldet. Mehrere Pavillons gruppieren sich um das Gebäude, an den 4 Ecken jeweils mit Buddhastatuen. An der Pagode werden neben Buddha vor allem auch die 37 Nats verehrt, sie wurden vom Erbauer dort aufgestellt, um den auch heute noch sehr populären Volksglauben in den Buddhismus einzubeziehen. Eine Besonderheit ist ein kleiner Pavillon mit 2 Nat-Figuren, die Vater und Sohn darstellen, wobei der Sohn älter ist als der Vater, weil der Sohn zuerst zum Nat wurde und erst anschließend der Vater.